Filmtipp: 'Paper Towns'

Veröffentlicht auf 1. August 2015

Die Protagonisten: Margo (Cara Delevingne) und Quentin (Nat Wolff).

Die Protagonisten: Margo (Cara Delevingne) und Quentin (Nat Wolff).

Am 30. Juli startete nun der Film 'Paper Towns' (im Deutschen: 'Margos Spuren') endlich bei uns in Deutschland, auf den die Fans des Buches schon lange sehnsüchtig gewartet haben. May und ich sind natürlich gleich ins Kino gerannt, um die neuste Verfilmung eines John Green Buches zu bestaunen. Wir sind begeistert, und ich freu mich, euch den Film näherbringen zu können. Für alle, die den Film bzw. das Buch nicht kennen, gibt es unten den Trailer zum Anschauen.

Inhalt:

Quentin, der vor dem Schulabschluss steht, kann es nicht glauben. Margo aus dem Nachbarhaus, die ihn lange ignoriert hat, obwohl sie früher Freunde waren, lädt ihn zu einer Nacht der Abenteuer in der Vorstadt von Orlando ein. Danach aber taucht sie ab, beginnt Quentin besessen nach Spuren zu suchen, die die 18-Jährige als vermeintlichen Liebestest hinterlassen hat. Die Schnitzeljagd mündet in einen Roadtrip mit Quentins besten Freunden und weiblicher Begleitung, der nicht allen Glück, aber wichtige Erkenntnisse bringen wird.

Meinung:

Ein bisschen Romantik, viel Humor und ein paar Tränen, sobald man in die Stimmung vom Abschlussball und dem absoluten Ende der Schulzeit eintaucht. So war es für May und mich. Denn auch für uns privat mussten wir in der ein-oder-anderen Sache einen Schlussstrich ziehen, sodass ich in dem Film saß und nicht nur Quentins Geschichte vor Augen hatte, sondern auch meine eigene. Vielen ging es beim Schauen sicherlich genauso. Genauso wie das Buch, fängt die Geschichte leise an. Es ist gefühlvoll, und als Margo Quentin zu ihrem Rachefeldzug mitnimmt, fängt es an immer spannender zu werden. Dann ist Margo verschwunden und Q macht sich auf die Suche nach ihr. Zusammen mit seinen Freunden versucht er in Margos Inneres zu schauen, hinter die Fassade zu blicken, und lernt sich selbst dabei besser kennen. Wir sind alle nur Menschen, und das Ziel des Lebens ist es, herauszufinden, wer man ist. Das vermittelt uns "Paper Towns". Man fängt an, sich selbst Fragen zu stellen, taucht in die Geschichte ein, fühlt mit. Und das ist nicht nur der Buchvorlage, der Regie oder dem Drehbuch zu verdanken, sondern auch den tollen Schauspielern. Nat Wolff und Cara Delevingne wurden wunderbar gecastet, sie sind in der Rolle und schaffen es, zu überzeugen. Auch die anderen Darsteller würde ich gern loben. Im Gegensatz zu "The Fault in our Stars" wurde sich hier nicht zwingend an die Buchvorlage gehalten, manche Szenen wurden entfernt, manche hinzugefügt, das Ende minimal verändert. Und obwohl ich sonst immer ein großer Verfechter davon bin, dass Romanverfilmungen sich gefälligst an eben diesen zu halten haben, fand ich diese Abweichungen im Film gelungen. Vor allem da das Ende aus dem Buch auch nicht so ganz so toll ist, Sorry, John!

Fazit:

"Paper Towns" ist eine gelungene 2. John Green-Verfilmung, wenn sie auch nicht gegen "The Fault in our Stars" ankommt. Das ist aber nicht schlimm, denn es sind 2 verschiedene Geschichten, und "Paper Towns" hat seine ganz eigene zu erzählen. Es ist ein toller Coming of Age-Film, der mit Aufrichtigkeit und seinem runden Look überzeugt. Die Geschichte von Q und Margo ging mir nah, sie weckt die Abenteuerlust und man schätz das, was man hat noch mehr, als man es vorher schon getan hat. Auch Freundschaft ist dort ein wichtiges Thema und so bietet es sich an, sich vielleicht mal wieder Zeit für Leute zu nehmen, die einem nahe sind und mit ihnen diesen Film zu schauen. Der Film ist ab 6 freigegeben, aber er ist wohl für jede Altersgruppe bedeutend. So wird der Film ältere Menschen an die Vergangenheit denken, und jüngere Menschen über ihre Zukunft reden lassen.

Summer

Geschrieben von Summer

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