Buchbewertung: 'Briefe an einen jungen Dichter & Briefe an eine junge Frau'

Veröffentlicht auf 15. Januar 2017

Buchbewertung: 'Briefe an einen jungen Dichter & Briefe an eine junge Frau'

Dieses Jahr startet Buchtechnisch sehr anders als andere. Das liegt zum Teil am Vorsatz dieses Jahr 30 Bücher zu lesen, damit das nicht langweilig wird, tritt ein weiter Vorsatz in Kraft: andere Genre ausprobieren und nicht nur Romane lesen.

Auch versuche ich seit längerem mehr Klassiker zu lesen. Bisher hab ich nur viele Bücher auf dem Flohmarkt gekauft oder halt Klassiker in der Schule gelesen. Nun habe ich zu Weihnachten dieses Buch geschenkt bekommen.

Eine Freundin hat es bei Thalia gekauft, in dieser Abteilung wo die Bücher in Packpapier eingeschlagen sind und nur das Genre und ein paar Worte drauf stehen. Sie und ich wussten also nicht, was ich da zu Weihnachten bekomme. Die Verpackung seht ihr unten.

So viel kann ich schon mal verraten, bevor es zur richten Review geht, die kurze Beschreibung passt perfekt und mit dem Blindkauf hätte sie kaum richtiger liegen können. Seit dem ersten Brief hat es mir wirklich gut gefallen!

Buchbewertung: 'Briefe an einen jungen Dichter & Briefe an eine junge Frau'

Der erste Teil, "Briefe an einen jungen Dichter", hat mir durch und durch sehr gut gefallen. Jeder Brief scheint eine andere Thematik zu behandeln und dabei geht es oft um Alltägliches und Probleme die nicht nur "Dichter" haben. Rilke liefert dem Adressaten viele gute Ratschläge, verpackt diese in sehr schönen Sätzen und spricht meist aus Erfahrung, wie er selbst schreibt. Alles liest sich einfach sehr schön und ist dabei auch inhaltlich interessant und besonders.

Es ist wirklich eine kleine Kostbarkeit, die man sicher immer wieder lesen kann. Ich habe jeden Tag versucht einen Brief zu lesen. Auf der einen Seite um es mir einzuteilen, aber auch um täglich zu lesen. Das hat sehr gut funktioniert und passt irgendwie zu diesem Briefformat.

"Briefe an eine junge Frau" hat mir dann nicht mehr ganz soo gut gefallen, vielleicht aber auch nur, weil ich sehr begeistert vom ersten Teil war. Die Briefe sind eher persönlich und ich habe selten eine Botschaft auch für mich rauslesen können. Auch waren sie nicht mehr ganz so poetisch, wie ich fand. Aber sie haben sich immer noch gut lesen lassen.

Am Ende befindet sich dann noch ein sehr interessantes Nachwort von einem Freund Rilkes. Romain Rolland schreibt über seine Beziehung zu Rilke und über dessen Leben in Paris. Einfach sehr spannend, wenn man vorher nur von Rilke gelesen hat, jetzt über ihn zu lesen.

Mir hat dieses Buch Rilke nahe gebracht und ich will auf jeden Fall mehr lesen, auch wenn ich nie gedacht hätte, dass das meins ist! Wagt euch ruhig ran. Ich bin immer noch positiv überrascht und fast schon traurig, dass keine neuen Briefe mehr auf mich warten.

May♥

Geschrieben von May

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