Filmtipp: 'Colonia Dignidad'

Veröffentlicht auf 17. Februar 2016

Quelle: http://static0.klenkes.de/data/media/webimage/large/pic-231953-303216.jpg

Quelle: http://static0.klenkes.de/data/media/webimage/large/pic-231953-303216.jpg

Heute soll es hier mal wieder um einen etwas ernsteren Film gehen, der auch auf wahren Begebenheiten basiert, denn morgen (18.2.16) kommt "Colonia Dignidad" in die deutschen Kinos. Der Film beschäftigt sich um die "Colonia Dignidad", der Siedlung einer deutschen Sekte im Süden Chiles unter der Leitung von Paul Schäfer (im Film gespielt von Mikael Nyqvist), die im Zuge des Militärputschs von Augusto Pinochet im Jahre 1973 traurige Berühmtheit erlangte. Wenn ihr mehr über die wahren Begebenheiten wissen wollt, dann findet ihr unten den Wikipedia Artikel, aber auch an sich ist es zu empfehlen sich ein wenig darüber zu informieren. Ja es ist kein leichtes Thema, aber nichts desto trotz war es so und ich muss auch sagen, dass das Thema und auch der Film sehr interessant sind.

In "Colonia Dignidad" wird die Geschichte der Stewardess Lena (Emma Watson) und dem Fotografen Daniel (Daniel Brühl). Lena stattet Daniel am Anfang des Film einen Überraschungsbesuch in Santiago de Chile ab, wo sich Daniel niedergelassen hat um sich einer studentischen Aktivistengruppe anzuschließen, die den sozialistischen Präsidenten Salvador Allende unterstützt. Doch der Militärputsch von General Augusto Pinochet zerstört die Idylle des jungen Paars und stürzt die Stadt ins Chaos. Daniel und Lena versuchen zu fliehen, werden aber wie Tausende andere aufgegriffen und ins Nationalstadion von Santiago gebracht, wo die Unterstützer von Allende identifiziert werden sollen. Daniel, der Plakate für die Aktivistengruppe entworfen kann wird erkannt und von Lena getrennt. Daraufhin beschließt Lena dann alles zu tun um Daniel zu retten.

Was jetzt vielleicht klingt wie ein kitschiges Drama ist in Wirklichkeit mehr ein spannungsgeladener Triller. Den ganzen Film über saßen Summer und ich da, total angespannt und so ein schlechtes Gefühl im Magen. Es wurde einfach eine extrem echte Stimmung mit dem Film erzeugt, sodass man wirklich das Gefühl hatte da drin zu stecken. Auch die Schauspieler machen ihre Sache super. Zum einen kann man gut mit Lena mitfühlen und sich irgendwie mit ihr identifizieren und zum anderen gibt es einfach so abgrundtiefe Personen, wie z.B. Paul Schäfer, den man einfach nur hasst.

Einziger Minuspunkt ist, dass der Film zum Ende wirklich sehr dramatisiert wurde und dann doch recht vorhersehbar war. Aber ansonsten echt ein toller, spannender und emotionaler Film, der vor allen für Leute was ist die sich gerne mit Geschichte geschäftigen und auch kein Problem damit haben keinen "Feel-Good-Film" zu sehen.

May♥

Geschrieben von May

Veröffentlicht in #Filmtipp

Repost 0
Kommentiere diesen Post