Filmtipp: 'Der Club der toten Dichter'

Veröffentlicht auf 20. Oktober 2015

Filmtipp: 'Der Club der toten Dichter'

O Captain! My Captain!

Walt Whitman

Inhalt:

In einem Elitejungeninternat der 50er Jahre: Der junge Englischlehrer John Keating (Robin Williams) tritt seinen Dienst an. Seine Schüler sind begeistert, als Keating den Lehrplan übergeht und die theoretische Analyse klassischer Gedichte ignoriert und stattdessen versucht seine Schüler für die Schönheit der Poesie zu begeistern und ihnen beibringt, selbständig zu denken. Einige der Jungen faszinieren die neuen Lehrinhalte und -methoden so sehr, dass sie einen geheimen Club - den Club der toten Dichter -aus Keatings Jugendzeit reaktivieren. Dessen Mitglieder treffen sich nachts in einer alten Höhle um sich gegenseitig Gedichte vorzutragen. Allerdings bleibt die Welt um die Jungen herum konservativ und so kommt es unweigerlich zur Katastrophe zwischen konservativen Eltern und modernen, frei denkenden Jugendlichen.

Meinung:

Ich muss zugeben, dass diese Inhaltsangabe doch eher vage ist. Aber wie soll man den Zauber, den dieser Film versprüht zusammenfassen? Ich glaube, um zu wissen, warum der Film immernoch von vielen Menschen so geliebt wird, muss man ihn selbst gesehen haben. Ich hatte mir schon lange vorgenommen, ihn mir endlich mal auszuleihen. Nun bin ich wirklich dankbar, dass ich die Zeit gefunden habe, mich dieses Klassikers anzunehmen. "Der Club der Toten Dichter" zeigt sehr gut auf, inwiefern eine intolerante und starre Gesellschaft das Leben und die Träume eines einzelnen Menschen in die Schranken weissen kann. Beim Gucken befahlen mich so viele verschiedene Gefühle. Trauer, Freude, Wut, Spannung. Dieser Film zeigt Dinge, die damals in der 50er Jahren in den meisten Schulen leider Realität waren, doch gibt einem diesen Lichtblick: Mr. Keating der in seine Schüler als Individuen ansieht und ihnen so viel Mut macht, sie selbst zu sein. Die Botschaft des Films heißt ganz klar: Es lebe das eigene Empfinden und Denken, die eigene Persönlichkeit und Kreativität. Es passt in diesem Film alles zusammen: Die Kulisse, die Schauspieler, die Musik, der klare inhaltliche Faden, der alles zusammenhält und natürlich die ausdrucksstarken mit feiner Sensibilität kreierten Schlüsselszenen. Kurz: Es ist ein Meisterwerk!

Fazit:

"Der Club der toten Dichter" ist fantastisch, traurig, lustig und faszinierend. Es ist bemerkenswert, wie es dem Regisseur gelingt Poesie mit Handlung und Kamera zusammenzuschmelzen, wie er es schafft den Zuschauer in den Bann des Films zu ziehen. Peter Weir schafft hiermit nicht nur großes emotionales Kino, es ist wichtig sich die Botschaft zu Herzen zu nehmen und sich selbst die Frage zu stellen: Bin ich der, der ich sein will? Dier Film ist eine Perle der Filmkunst, für die der Begriff 'Klassiker' schon fast blasphemisch wirkt, müsste sie sich dann doch bei Werken einreihen, die über weit weniger Stärke verfügen.

Carpe Diem!

Summer

Geschrieben von Summer

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