Filmtipp: 'Der Junge im gestreiften Pyjama'

Veröffentlicht auf 27. Januar 2015

Filmtipp: 'Der Junge im gestreiften Pyjama'

Zäune trennen, doch Hoffnung eint.

"Der Junge im gestreiften Pyjama"

Heute anlässlich des Holocast/Schoah-Gedenkstages würde ich euch gerne einen Film vorstellen, der ein etwas ernsteres und auch tragisches und trauriges Thema ansprich. "Der Junge im gestreiften Pyjama" handelt zur Zeit des NS-Regimes in Deutschland und der Vernichtung der Menschen in dem Vernichtungslager Auschwitz, sowie dem Leben in Arbeits- aber auch Konzentrationslagern. Der Film basiert auf einem Roman, welcher 2006 erschien und von John Boyne geschrieben wurde (die erste Fassung schrieb er wohl in 2 einhalb Tagen!). Erzählt wird der Film größtenteils aus der Sicht von Bruno (Asa Butterfield), dies gibt dem Film eine eher objektive, naive und sehr kindliche, jedoch auch unverbrauchte und vor allem aber menschliche Sicht auf die Dinge.

Bruno ist der Sohn des SS-Sturmbahnführer Ralf (David Thewlis) und wächst im "Dritten Reich" in Berlin auf. Als Ralf die Leitung eines Konzentrationslager (es wird angenommen, dass es Auschwitz sein soll, jedoch war Auschwitz ein Vernichtungslager und im Film ist es mehr ein Arbeitslager) übernehmen soll, zieht die Familie aufs Land. Während Brunos Schwester Gretel (Amber Beattie) sich mit dem ihr vorgeschriebenen Gedankengut zurechtfindet und sich im neuen Haus zwischen all den SS-Leuten gut einlebt, plagt Bruno die Langeweile. Er erkundet die Gegend und sieht die Gebäude des Arbeitslagers, welches er für einen Bauernhof hält. Er versteht die Situation nicht und immer wenn er seine Eltern fragt, bekommt er nur ausweichende Antworten, vor allem da seine Mutter selber nichts davon weiß. Eines Tages trifft er am Zaun des Arbeitslagers Schmuel. Einen jüdischen Jungen in Brunos Alter, welcher mit seinen Eltern im Lager gefangen gehalten wird. Wie jeder Häftling trägt auch Schmuel einen "gestreiften Pyjama", deshalb auch der Titel, eigentlich handelt es sich um die Sträftlingskleidung, welche vor allem ab 1939 in den Arbeitslagern der Nationalsozialisten Norm war.

Der Film ist ein tolles Werk um an die Gräueltaten und Verbrechen der Nationalsozialisten zu erinnern, aber auch um die normalen Menschen der damaligen Zeit besser zu verstehen. Es ist auf keinen Fall ein leichter Film, den man mit Freunden sieht wenn man Spaß haben möchte, da es kein besonders schönes Thema ist, jedoch eines mit dem man sich auskennen sollte und womit man sich auch auseinander setzen sollte. Vor allem aber ist er als Film und Denkmal sehr schön und besonders an Tagen wie heute sollten wir uns auch heute noch Zeit nehmen an früher zu denken und uns an die Menschen zu erinnern denen so schrecklichen wiederfahren ist wie "Dem Jungen im gestreiften Pyjama". Wir haben ihn jetzt schon zum zweiten Mal im Unterricht gesehen. Wer sich noch mehr für diese Thematik interessiert sollte sich natürlich auch das Buch von John Boyne anschauen, das steht auch auf meiner zu-lesen-Liste. Außerdem waren wir z.B. auch heute bei der Gedenkstätte Sachsenhausen, da es sich hierbei ja um ein wichtiges Stück deutsche Geschichte handelt und man viel zu oft vergisst wie nah das Alles doch wirklich ist.

Unten findet ihr den Trailer. Der Film ist wirklich schön gemacht und trifft, soweit ich das beurteilen kann den Ton von früher recht gut. Er ist schön, so weit man das über einen so traurigen Film mit so ernster Handlung sagen kann.

May♥

Geschrieben von May

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