Buchbewertung: 'Das schwarze Buch der Geheimnisse'

Veröffentlicht auf 29. Dezember 2014

Buchbewertung: 'Das schwarze Buch der Geheimnisse'

„Wenn du die Zeit zurückdrehen könntest: Was hättest du damals in der Stadt anders gemacht?" „Ich weiß nicht“, sagte ich. „Wenn ich etwas anderes gemacht hätte, wäre ich Euch ja vielleicht nie begegnet.“ „Genau“, sagte Joe entschieden. „Alles, was du erlebt hast, schlecht oder gut, hat dich letztendlich hierhergeführt.“

S.145

Inhalt:

Wenn es Nacht wird im Dorf Pagus Parvus, wandern ruhelose Schatten hinter den Fenstern auf und ab. Fast alle Bewohner plagt das Gewissen, alle außer Jeremiah Ratchet, den geldgierigen Grundbesitzer des Dorfes. Dabei ist er in viele dunkle Machenschaften verwickelt und erpresst die Leute. Nun liegen alle Hoffnungen der Dorfbewohner auf dem Pfandleiher Joe Zabbidou, der erst vor kurzem seinen Laden eröffnet hat. Zu ihm kommen die Leute in der Nacht, um ihm für Geld ihre Geheimnisse anzuvertrauen. Der Metzger, der seinem Vater eine Pastete mit Mausfleisch vorsetzte, der Sargmacher, der einen Sarg für eine Frau fertigte, die noch lebte, und viele andere. Joe und sein Lehrling hören jedem zu und schreiben Geständnisse in das Schwarze Buch der Geheimnisse. Doch schon bald wollen die Menschen nicht nur Joes Geld - der verhasste Ratchet soll für seine Taten büßen. Aber auch Ludlow hat ein schreckliches Geheimnise ...

Meinung:

Das Buch ist aus drei Perspektiven geschrieben – einmal aus einer objektiven, zum zweiten aus der Sicht des Jungen Ludlow Fitch und den Einträgen aus dem Schwarzen Buch der Geheimnisse. Es ist einfach und flüssig geschrieben und man findet sich schnell zwischen den Blickwinkeln zurecht. "Das schwarze Buch der Geheimnisse" ist ja eine Parallelgeschichte zu "Silbertod", dass ich vorher las. Ich war so sehr von dem Buch begeistert, dass ich mir "DsBdG" sofort bestellt und verschlungen habe. Die Charaktere des Buches sind sehr vielseitig, authentisch von der Autorin F.E. Higgins erdacht und sehr gut charakterisiert sodass man unbedingt wissen muss, was mit ihnen geschieht, und das Buch nicht weglegen kann. Außerdem kommen oft Wendungen in der Geschichte, die man sich nicht hätte vorstellen können, es überrascht einen immer wieder!

Fazit:

Das Buch hat mich von Anfang an gefesselt. Die erste Szene ist direkt gruselig und zieht einen sofort in den Bann. Über der ganzen Handlung schwebt das Geheimnis des Buches und die mysteriöse Art des Pfandleihers, die erst zum Schluss aufgelöst werden. Die Stimmung hatte immer etwas düsteres und ich war immer gespannt, was als nächstes passiert. Einige Fragen bleiben noch offen, sodass man sich selbst überlegen kann, was wohl passiert bzw. passiert ist.

Eine geheimnisvolle, dunkle Geschichte für Kinder, aber auch Erwachsene – über den Weg des Schicksals, Vertrauen, Reue, und die Kunst, vergeben zu können. Sehr gelungen!

Ich werde euch meine Rezension zu der Parallelgeschichte "Silbertod" unten verlinken. :-)

Summer

Geschrieben von Summer

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